7 Hacks um seinen Sonnenbrand schnell wieder loszuwerden

tanga-109155_640

Typisch, der Winter switched direkt in den Herbst, es bleibt kalt und trüb und die kurzen Klamotten bleiben erst einmal noch im Schrank. Plötzlich von heute auf morgen, der Sommer ist da. Die Sonne scheint als gäbe es kein Morgen mehr. Freudig wie man so ist, wird sich direkt mit so wenig Bekleidung wie möglich in die brütende Hitze gesetzt. Klar, man will ja so schnell wie möglich den Weißwurstlook vom Winter loswerden. Unser Körper ist davon aber erst einmal nicht so erfreut. Von heute auf morgen gibt es die volle Strahlendosis. Er fährt die Melaninproduktion hoch, wir werden braun und die UV-Strahlen können besser absorbiert werden. Doch leider dauert dieser Prozess ein wenig. Der Körper absorbiert also die Strahlung so gut er kann, doch ab einem gewissen Punkt ist er überlastet und der Sonnenbrand ist da.

So ging es mir z.B. die Tage, als ich gemeint habe ich müsste Oberkörperfrei stundenlang im Kanu herumpaddeln. Durch die Reflektionen im Wasser, gab es natürlich direkt die doppelte Dosis. Und schwups war er da, mit all seiner Pracht. Der Sonnenbrand. Ich war roter als jedes Stoppschild und glühte wie ein Bunsenbrenner. Dies konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lasse und zuhause angekommen, holte ich meine Trickkiste heraus um diesem doofen Sonnenbrand so schnell es geht wieder loszuwerden.

Aloe Vera

aloe-vera-678040_640Diese Pflanze ist eine meiner absoluten Lieblingspflanzen. Gefühlt ist sie unverwüstlich. Es gab Zeiten, da habe ich Wochenlang vergessen meine gute Aloe zu gießen und dennoch war sie putzmunter. Dieser Überlebenswille zeigt schon, dass diese Pflanze endlos viel Power hat. Sie ist eine natürliche Heilpflanze, welche zu 99% aus Wasser besteht. Die restlichen 1% haben es aber in sich. In diesen 1% stecken über 150 Mineralien und Mikronährstoffe wie Vitamine, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Selen, Aminosäuren, Salze, Zink, Tannine und vieles mehr. Gerade das Selen und die Tannine sind seit langem bekannt dafür, schnelle Abhilfe bei Sonnenbrand zu schaffen. Aloe Vera wirk super vitalisierend für die Haut und wird nicht ohne Grund in allen möglichen AntiAging Cremes und Lotions verwendet. Die gute Aloe Vera kann aber noch viel mehr, sie ist im wahrsten Sinne des Wortes ein wahrer Allrounder. Sie hilft bei Entzündungen, Erfrierungen, Hauterkrankungen, Insektenstichen, Wundheilung, Herpes, der Stärkung des Immunsystems, Arthrose, Rheuma und Arteriosklerose. Man kan sich den magischen Kräften der Pflanze auf zwei Wegen bedienen. Entweder ihr schneidet ein Blatt ab und schmiert euch direkt mit dem schleimigen Saft ein oder ihr schabt das Gel in eure Smoothies. (Alternatives Gel)

Grüntee-Kompressen 

Mittlerweile gibt es endlos Studien im Zusammenhang mit den positiven Effekten von grünem Tee auf unsere Gesundheit. Die Polyphenole im Tee zeigen schützende Effekte gegen freie Radikale, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Infektionen, Toxine und vieles mehr. So können sich die im grünen Tee entahltenen Catechine und Tannine sehr positiv auf einen schmerzhaften Sonnenbrand auswirken. Natürlich kann man den Tee trinken, aber von außen aufgetragen kann er auch sehr gute Dienste leisten. Dazu müsst ihr etwas grünen Tee abkochen, ihn abkühlen lassen und dann ein paar Kompressen darin eintauchen. Gegebenenfalls könnt ihr diese auch kurz ins Eisfach legen, damit diese richtig schön kalt sind. Die Kompressen sollten dann nach möglichkeit über Nacht auf dem Sonnenbrand getragen werden, damit der grüne Tee seine heilende Wirkung voll entfalten kann. So wird nicht nur der Sonnenbrand gelindert, nein auch die Schäden in der Haut können durch die wertvollen Inhaltsstoffe wieder Rückgängig gemacht werden. Studien haben übrigens auch gezeigt, dass das tägliche trinken von 2 Tassen grünen Tee schon sonnenschützende Effekte hat. Nach einem Sonnenbrand benötigt die geschädigte Haut viel Flüssigkeit. Neben der äußeren Behandlung solltet ihr eurer Haut auch von innen jede Menge Flüssigkeit zuführen, indem ihr viel trinkt. Aufgüsse aus grünem Tee sind ideal dazu geeignet. (Alternativ geht Schwarztee auch voll klar)

green-tea-1233874_640Aspirin

pills-14550_640Mir ist vor einigen Jahren mal aufgefallen, dass, wenn ich Kopfweh hatte und eine Aspirin einnahm, auch keinen Sonnenbrand bekam. Es ging sogar soweit, dass wenn ich direkt, wenn ich einen Sonnenbrand bekam, eine Aspirin nahm und der Verbrennungsprozess zu stoppen schien. Damals konnte ich mir den Effekt noch nicht erklären aber heute weiß ich warum mir Asprin geholfen hat. Es liegt schlichtweg an den anti-entzündlichen Eigenschaften des Apsirins. Sonnenbrand ist eine akute Entzündungsreaktion welche durch die exzessive Bestrahlung der Haut durch ultraviolette Strahlung hervorgerufen wird. Aspirin wirkt dahingehend, dass bestimmte Enzyme welche in den Entzündungsprozess der Haut involviert sind inhibiert werden. In Studien wurde gezeigt, dass in Hautkrebspatienten genau diese Enzyme erhöht sind. Somit wirkt Aspirin nicht nur gegen die momentane Problematik des Sonnenbrandes, sondern hat auch Potential präventiv gegen Hautkrebs zu wirken. (Alternativ Weidenrindenextrakt)

Apfelessig und Kokosnussöl

Auch eine schöne Kombo gegen den Sonnenbrand sind Apfelessig und Kokosnussöl. Apfelessig dient dazu den stechenden Schmerz zu lindern. Man trägt dazu entweder mit einer kleinen Sprüchflasche oder mit ein paar Wattepads etwas Apfelessig mit Wasser verdünnt auf und lässt dies trocknen. Im Anschluss daran kann der Sonnenbrand mit Kokosöl eingerieben werden.

apples-1008880_640Wenn Apfelessig auf den Sonnenbrand aufgetragen wird, wirkt es als ein Adstringens. Adstringenzien sind Substanzen, die zur Wundbehandlung eingesetzt werden. Sie wirken blutstillend, entzündungshemmend und antibakteriell. Des Weiteren wirkt der Apfelessig ausgleichend auf den pH-Wert der sonnenverbrannten Haut, was bedeutet er er stellt das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder her, was die Heilung fördert. Bei milden Sonnenbränden genügt meistens schon der Apfelessig alleine, doch in den meisten Fällen lohnt es sich den Sonnebrand noch mit etwas wie Kokosöl oder ähnlichem zu behandeln um die Heilung noch weitere zu fördern.

coconut-855730_640Kokosöl wird in vielen Kulturen als Sonnenschutz genutzt. Aber es schützt nicht nur vor der Sonne, es kann auch zur Heilung und Vitalisierung der Haut eingesetzt werden. Kokosöl kann helfen die Haut wieder zu hydrieren und die zerstörten Lipide in der Haut wieder zu ersetzen. Durch die zugeführten Lipide aus dem Kokosöl kann man ein Schälen der Haut und zu starkes Austrocknen verhindern. Laurinsäure ist die Fettsäure im Kokosöl, welche die Hauptkomponente zu sein schein, welche die Heilung der Haut fördert. Im Falle des Kokosöl ist mehr nicht immer Besser. Die Haut kann das Kokosöl nur bis zu einem gewissen Grad aufnehmen, also übertreibt es nicht und tragt soviel Kokosöl auf wie eure Haut aufnimmt.

Gurken und Quark 

Schneidet die Gurke in Scheiben oder püriert sie im Mixer. Danach ab auf den Sonnenbrand damit. Ihr werdet direkt die kühlenden und schmerzlindernden Eigenschaften der Gurke spüren. Im Anschluss daran könnt ihr den Quark auftragen.

cucumber-685704_640Gurken sind vollgestopft mit Nährstoffen, wie kalium, Schwefel, Silizium, Vitamin A und C, welche unser Haut schützen und regenerieren. Die enthaltene Kaffeesäure und das Vitamin A wirken in erster Linie als Antioxidantien und bekämpfen freie Radikale. Sie sind eine gute Quelle von sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoide, Lignane und Triterpene. Sie haben ant-antioxidative- und anti-krebs-Eigenschaften, sowie wirken sie anti-entzündlich. Sie wirken hydrierend, kühlend und schmerzlindernd. Außerdem können sie dafür sorgen, dass Schwellungen und Rötungen zurück gehen.

Quark bringt wie der Apfelessig die pH-Level wieder ins Gleichgewicht, was die Heilung beschleunigt. Er hat kühlende Eigenschaften was Reizungen mildern kann. Als eine gute Quelle von Milchsäure, kann Quark frühzeitiges Alterserscheinungen durch exzessives Sonnenbaden vermindern.

Glycin

Habt ihr euch jemals gefragt, warum der Sonnenbrand nicht aufhört zu brennen, sobald man aus der Sonne kommt? Eure Haut wir nach und nach rot. Es ist nicht wirklich so, als wäre man gekocht oder verbrannt worden. Warum entsteht die „Verbrennung“ erst später? Die klassische Medizin wird euch sagen, dass die UV-Strahlen die DNA in eurer Haut geschädigt haben und diese nun einen massiven Abbau-, Reparatur- und Wiederaufbaumechanismus durchlaufen muss. Das hört sich im ersten Moment sinnvoll an, doch in Fakt werden die DNA-Schäden durch Enzyme in den Zellen repariert. Also was erklärt dann diese massiven Zell- und Gewebeschäden, welche wir nach innigem Sonnen durchlaufen?

flame-98678_640Was im Endeffekt diese wüste Beschädigung verursacht und dafür sorgt, dass unsere Haut sich schält und wir diese ganzen Schmerzen daurchlaufen müssen, sind Entzündungen. Was den Sonnenbrand verursacht ist nicht die Sonne selbst, sondern unsere körpereigene Immunantwort auf die intensive Sonnenbestrahlung. Die Aufgabe von Entzündungen ist in erster Linie das stoppen von Infektionen bevor eine Gefahr daraus entsteht. Die Makrophagen oder auch Fresszellen, welche für die Schäden verantwortlich sind, sind die erste Antwort des Immunsystems auf Gefahr.

Aber warum setzt unser Immunsystem eine Entzündung in Gang, wenn es gar keine Eindringlinge gibt und die Haut nicht beschädigt wurde? Die Antwort ist ziemlich einfach, es ist eine Fehlfunktion. Es reagiert auf einen Fehlalarm. Aber warum? Und diese Antwort ist genauso simpel, es mangelt an der simpelsten Aminosäure dem Glycin.

immune-system-1359197_640Glycin, welches die häufigste Aminosäure in unserem Körper ist, residiert hauptsächlich in dem Kollagen, welches das am meisten vorhandene Protein in unserem Körper ist. Die meisten Kollagen finden sich in den Knochen und im Bindegewebe, meistens genau die Dinge, die wir nicht essen, wenn wir Fleisch, Fisch oder Geflügel essen. Und um die Lage noch zu verschlechtern, eine der Hauptfunktionen von Glycin ist es, Methionin in unserem Körper loszuwerden, eine weitere Aminosäure in unseren Muskeln. Also wir nehmen mit unserer Ernährung reichlich Methionin auf, was Glycin verbraucht und viel zu wenig Glycin.

Warum ist das fehlen an Glycin ein Problem? Glycin ist der Hauptregulator für die Funktion der Makrophagen, es hält die Makrophagen davon ab auf zellulärer Eben überzureagieren und dementsprechend Schaden anzurichten, wie beispielsweise beim falschen Alarm durch die Sonnenbestrahlung.

Mit genügen Glycin in unserem Körper, können wir wesentlich effktiver mit Verletzungen fertig werden. Glycin verhindert unnötige Entzündungen in unserem Körper was uns helfen kann, weniger Muskelkater zu vekommen, Wunden schneller heilen und auch der gute Sonnenbrand ausbleibt. (Alternativ Kollagen Pulver)

Nicotinamid

butterfly-697873_640Nicotinamid ist das Amid des Niacins (Vitamin B3) und wird schon seit über 40 Jahren von Dermatologen zur Behandlung von Hautproblemen eingesetzt. Immer mehr Studien bringen Nicotinamid mit den schützenden Wirkungen in Bezug auf Hautalterung und Immunreaktionen verursacht durch die Sonne in Verbindung. Die Effekte von Nicotinamid sind groß. So spielt es eine Rolle als zellulärer Energievorläufer, es hat die Fähigekeit als Modulator für Entzündungen zu wirken und wirkt trägt seinen Teil zu Reparaturmechanismen der DNA bei.

Ultraviolette Strahlung kann sichtlich das Immunsystem anregen und die Karzinogenese anregen. Nicotinamid hat gezeigt, dass es die Sonnen induzierte Immunosuppression verhindert und dementsprechend auch Hautkrebs vorbeugen kann. Des Weiteren stimuliert es die Reparaturmechnamisen der DNA, welche durch die UV-Strahlung verursacht wurde. In Australien ist man schon teilweise so weit, dass man der Sonnencreme vorab Nicotinamid zufügt, um den Schäden durch die stärkere UV-Belastung entgegen zu wirken.

Des weiteren stimuliert Nicotinamid die hydrierung der Haut indem es die Prouktion von Hyaluronsäure anregt. Es erhöht auch  die Menge an Ceramid, welches eine natürliche Barriere in der Haut bildet und diese somit vor dem austrocknen schützt wir auch das Eindringen von Fremdstoffen. Und zu guter letzt ist es an der Kollagenbildung beteiligt, was auch wieder dem Sonnenbrand entgegen wirkt.

Fazit

Am besten man lässt es erst gar nicht zum Sonnenbrand kommen und tastet sich langsam an den Sommer heran. Man kann sich auch gut schon vorher präventiv schützen indem man sich mit Kokosöl einschmiert und mit Glycin, Aspirin sowie Nikotinamid supplementiert. Mit diesen Tipps habt ihr auf jeden Fall ein gutes Arsenal, falls es doch mal passiert. Probiert es aus und schaut was bei euch am besten wirkt. Ich persönlich habe mich die letzten zwei Tage einfach nur in AloeVera eingelegt und habe reichlich Glycin zu mir genommen. Es hat sich nichts geschält und die Rötungen verschwanden super schnell. Ich konnte Ruckzuck wieder raus und die Sonne genießen und musste bei diesem tollen Wetter nicht nur drinne sitzen.

Dave


Quellen

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16623024
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11209110
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19492999
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4055352/
http://jn.nutrition.org/content/141/6/1202.full
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7561562
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25663859
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19735513
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16702322
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23891603
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23349012
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22709272
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22256624
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20492562
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19804594
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19028705
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17945101
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17882270
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15748504
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23397947
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9427980
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12615518
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19017042
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18492135
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17147561
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16029679
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22297641
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20950260
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12771037
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16758568
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19411163
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2829385/
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15724344
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23098877
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3047947/


Dir gefällt dieser Artikel? Hilf mir mehr Menschen zu erreichen und teile diesen Artikel mit deinen Freunden.

Teile diesen Artikeln mit deinen Freunden
Posted in Blog.
Dave

Dave

Ich bin 25 Jahre alt studiere Bioinformatik und lebe für Fitness und Gesundheit. Ich möchte Menschen inspirieren und dazu motivieren auch Selbst das Leben zu leben, dass ihnen zusteht. Ich werde diese Welt als eine bessere verlassen, als die die ich bei meiner Geburt hier betreten habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *