Die richtigen Fette für ein gesundes Gehirn und glückliches Leben

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Es gibt glaube ich keinen Bereich der Ernährung, der mehr missverstanden wird als die Zufuhr der richtigen Fette für ein glückliches Leben und ein einwandfrei funktionierendes Gehirn. Seit Jahrzenten unterliegen wir einer Gehirnwäsche, dass Fett schlecht ist und uns schadet. In Wirklichkeit sind die richtigen Fette absolut essentiell für unser Gehirn.

Ein essentieller Stoff ist eine chemische Verbindung (oder ein chemisches Element), die für einen Organismus lebensnotwendig ist und die er nicht selbst aus anderen Nährstoffen wie Wasser, Fetten oder Aminosäuren synthetisieren kann

https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff

Doch was hat Fett mit Glücklichsein zu tun?

directory-466935_640Ich bin die Tage über ein paar interesannte Studien gestoßen, welche belegen wie eine Ernährung mit sehr geringem Fettanteil, insbesondere sehr wenig Cholesterin, dass Risiko für Depressionen und Suizid deutlich erhöht.

Man hat festgestellt, dass Menschen mit Depressionen auch meist niedrige Cholesterinwerte haben. Es gibt die Hypothese, die niedrige Cholesterinwerte indirekt mit niedrigen Serotoninwerten in Verbindung bringt. Cholesterin bildet ein Grundbaustein der Membranen unserer Nervenzellen und ist somit von nöten, um den Funktionserhalt von Serotonin Rezeptoren zu wahren.

In Affen konnten höhere Cholereinwerte mit einer Verbesserung der Serotoninfunktionen festestellt werden, während bei Affen mit niedrigen Cholesterinwerten eine erhöhte Aggression, wie schlechteres Sozialverhalten festgestellt werden konnte.

Cholesterin ist natürlich nicht gleich Cholesterin. Wenn die meisten Menschen das Wort egg-24404_640Cholesterin hören, wird es ihnen direkt Angst und Bange. Das böse Cholesterin schadet uns und bringt uns früher ins Grab. Wie mittlerweile aber allgemein bekannt, gibt es gutes sowie schlechtes Cholesterin. Die Art von Fetten und wie ihr sie verzehrt, entscheidet darüber welches Cholesterin im Ende in eurem Blut vorhanden ist. Gerade wenn Fette stark erhitzt werden, ändert sich ihre chemische Struktur und werden so vom wertvollen Lebensmittel zu einem Schadfaktor.

Die besten quellen für gutes Cholesterin sind und bleiben Butter und Eigelb von grasgefütterten Tieren. Am besten wäre es ,diese Fette roh zu verzehren oder nach dem Kochvorgang hinzugegeben. Bei Eier sollte man diese so kochen, dass das Eigelb noch flüssig ist. Der Körper bildet aber auch selbstständig genügend Cholesterin wenn man ihn genug Baumaterial in Form von Fetten gibt.

Die Menschen auf dieser Erde haben seit Jahrtausenden das Milchfett in Form von Milch oder Butter genossen und sind dadurch nicht krank geworden, geschweige denn, dass sie durch den Genuss von Butter einen Herzinfarkt bekommen hätten.

Dr. Bruker

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Ketonkörper der Treibstoff fürs Gehirn

Ich weiß noch wie ich das erste Mal in einen Zustand der Ketose kam. Es war vor etwa 4 Jahren als ich 10 Tage gefastet habe. Ich spürte eine unglaubliche geistige Klarheit und fühlte mich enorm gut. Man war einfach voll da, ja es ging sogar bis hin zur Euphorie.

brain-1093904_640Ein ketogener Zustand, ist nichts anderes als ein Stoffwechsel rein auf Fett basierend. Also unser Körper nutzt nur noch Fett als primäre Energiequelle. Man sagt nach etwa 3-5 Tagen ohne Kohlenhydraten hat der Körper sich umgestellt und ist in der Ketose. Es varriert aber von Person zu Person und kommt immer noch darauf an ob man noch sportlich aktiv ist oder sich eher nicht viel bewegt.

Was für diese geistige Klarheit und Energie in der Ketose sorgt , sind in erster Linie die Ketonkörper. Ketonkörper entstehen infolge des Fett-Metabolismus und werden von unserem Gehirn als Energiequelle genutzt. Auch wenn unser Gehirn in erster Linie Glukose verwertet, scheinen Ketone eine wesentlich effizientere Energiequelle zu sein.

Des Weiteren scheint eine ketogene Ernährungsweise die Anzahl unserer Mitochondrien zu erhöhen, welche die Energiekraftwerke unserer Zellen sind. Wir haben also einen solar-flare-601043_640effizienteren Treibstoff welcher für mehr Energie sorgt und sogar eine Vermehrung der Energiekraftwerke bewirkt.  Es gibt eine Studie welche während der Ketose eine erhöhte Expression von Genen für mitochondriale Enzyme und Energiestoffwechsel im Hippocampus feststellte. Der Hippcampus ist ein Teil unserers Gehirn welcher wichtig für Lernvorgänge und unser Gedächtnis ist. Wenn im Alter die Zellen in unserem Hippcampus verkümmern kann man oft auch geistige Disfunktionen sowie Gedächtnisverlust feststellen.

Man muss jetzt aber nicht eine Woche fasten, um im Körper mehr Ketonkörper zu erzeugen. Durch eine größere Menge an mittelkettigen Fettsäuren (MCT) und eine verminderte Kohlenhydrataufnahme, kann die Bildung von Ketonkörpern deutlisch angeregt werden. Um mehr MCT´s aufzunehmen, gibt es verschiedene Wege. Der einfachste ist, sich direkt MCT-Öl zu kaufen, oder man wählt gezieht Lebensmittel mit erhöhten MCT´s aus.

Hier eine kleine Auflistung an Lebensmitteln mit deren Anteil an MCT´s:

  • Kokosöl 15%

  • Palmkernöl 7,9%

  • Käse 7,3%

  • Butter 6,8%

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Die Vorteile von Omega-3 Fetten

Die Vorteile von Omega-3´s wie ein verbessertes Gedächtnis und Allgemeine Gehirngesundheit sind sehr gut erforscht. Der Schlüssel ist nur die richtigen Omega-3´s in Form von Lebensmitteln und Supplementen zu bekommen.

Omega-3 Fette sind essentielle Fettsäuren und gehören zu den wichtigsten Nährstoffen für unser Gehirn und allgemeine Gesundheit.

  • Grundbaustein für die Hüllen unserer Zellen

  • reduzieren Entzündungen

  • Neubildung von Zellen

  • sorgen für gute Laune

  • verbessertes Gedächtnis

  • schützen uns vor Krankheiten von Depressionen bis Demenz

bear-159023_640Neuere Forschungen schaffen immer mehr Klarheit über die Funktionen von Omega-3-Fettsäuren und ihre Notwendigkeit für optimale Gehirnfunktionen. Es gibt immer mehr Beweise für die Wirkungen als natürliches Antidepressivum und gehirnschützenden Eigenschaften. In Versuchen konnte man bei den Menschen mit einem hohen Verzehr an Omega-3´s ein größeres Gehirnvolumen feststellen, insbesondere in dem Teil des Gehirns, welcher fürs Glücklichsein verantwortlich ist

In einer anderen Studie welche in der Zeitschrift Lancet veröffentlicht wurde, wurde der Konsum von Omega-3 Fetten bei 12000 schwangeren Frauen analysiert. Bei späteren IQ-Tests mit den Kindern konnte man einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Omega-3 Fetten und den Ergebnissen feststellen. Die Kinder mit geringen Dosen erzielten auch die niedrigsten Werte bei den Tests.

Die beste Quelle für Omega-3 ist und bleibt Fisch. Ganz vorne mit dabei ist Wildlachs und fresh-1048400_640Sardinen. Alternativ sind grasgefütterte Tiere oder Butter welche auch auch reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Das Problem mit dem Fisch ist die starke Belastung, welche nicht zu unterschätzen ist. Ein qualtitativ hochwertiges Fischöl ist deutlich sicherer. Ich persönlich nehme Krillölkapseln, was meines erachtens die sauberste Quelle an Omega-3 ist und auch die, die der Körper am besten aufnehmen kann.

Man kann seinen Bedarf an Omega-3 auch mit pflanzlichen Quellen decken, was aber deutlich aufwendiger ist, da die Verwertung in die bioaktive Form sehr ineffizient vonstatten geht. Ein weiteres Problem bei Pflanzen ist auch der hohe Anteil an Omega-6 Fetten.  Man muss also deutlich mehr essen um seine Dosis zu bekommen. Empfehlenswerte Quellen sind hier Hanfsamen, Leinsamen und Chiasamen.

Ich hoffe euch hat der Artikel gefallen. Wenn ihr noch Fragen habt könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben oder unten die Kommentarfunktion nutzen.

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Quellen

Conklin SM, Gianaros PJ, Brown SM, et al. Long-chain omega-3 fatty acid intake is associated positively with corticolimbic gray matter volume in healthy adults. Neurosci Lett. 2007 Jun 29;421(3):209-12.

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S104366180900276X?np=y

https://www.psychologytoday.com/articles/200304/the-risks-low-fat-diets

http://www.psychiatrictimes.com/depression/cholesterol-and-mood-what%E2%80%99s-link

Effects of ketogenic diet on electroconvulsive threshold and brain contents of adenosine nucleotides.

Mitochondrial biogenesis in the anticonvulsant mechanism of the ketogenic diet.

Chronic ketosis and cerebral metabolism

Oxidative stress, mitochondrial dysfunction, and stress signaling in Alzheimer’s disease.

 

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Posted in Blog, Brainhacking, Ernährung, Fett, Gesundheit, Low Carb, Paleo.
Dave

Dave

Ich bin 25 Jahre alt studiere Bioinformatik und lebe für Fitness und Gesundheit. Ich möchte Menschen inspirieren und dazu motivieren auch Selbst das Leben zu leben, dass ihnen zusteht. Ich werde diese Welt als eine bessere verlassen, als die die ich bei meiner Geburt hier betreten habe.

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