Kranker Geist = Kranker Körper | Wie unsere Gedanken unsere Gesundheit beeinflussen

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Wenn es um das Thema Gesundheit geht, fokussieren sich die Leute meist auf gute Ernährung und mehr Bewegung, was ja schonmal nicht schlecht ist. Die größte Säule wird jedoch leider oft vergessen. Unser tägliches Denken, was wir fühlen und was wir sagen, beeinflusst maßgeblich wie es uns geht. Es gibt immer mehr Studien die belegen, wie unser Gedanken und insbesondere unser Gefühle,  unseren Körper steuern und lenken. Ich kann mich noch ziemlich genau daran erinnern, als meine Ernährung wirklich 1A war. Alles hatte super Qualität und es gab nur das Beste vom Bestem. Doch mein Geist war krank. Ich hatte Depressionen, war ständig niedergeschlagen und fühlte mich einfach nur unwohl. Diese Gefühle spiegelten sich auch in meiner Gesundheit wieder. Mir ging es einfach nicht gut und ich sah auch nicht gut aus. Egal wie gut meine Ernährung war, egal was ich machte, solange ich nicht an meiner inneren Einstellung arbeitete, war ich einfach krank. Erst als ich angefangen habe, bewusst meine Gedanken zu beobachten, zu beobachten woher meine schlechten Gefühle und Selbstzweifel kommen ging es langsam Bergauf. Als ich anfing, mit mir selbst ins Reine zu kommen, meine Vergangenheit hinter mir zu lassen, meine Sorgen hinter mir zu lassen, mich nicht mehr verrückt gemacht habe, erst dann fing ich an wieder gesünder zu werden. Schaut euch mal die Leute an, die in Selbstzweifel und Negativität zerfließen, schaut euch die Leute an, die immer nur das Schlechte in allem sehen, schaut euch die Leute an, die sich ständig Sorgen machen. Diese Leute sehen nicht wirklich gesund aus. Diese Leute strahlen nicht wirklich das pure Leben aus. Diesen Leuten geht es auch nicht wirklich gut.

Im Endeffekt sind wir in erster Linie: Geisteswesen. Bedeutet, das unser Geist über allem steht. Wusstet ihr, dass alleine die Vorstellung eine Übung zu machen, die Muskeln aktiviert? Wusstet ihr, dass Menschen nur durch Hypnose von schwersten Krankheiten geheilt wurden oder im Umkehrschluss nur durch die Vorstellung mit einem heißen Gegenstand in Berührung zu kommen, Verbrennungen erlitten? Wusstet ihr, dass sich Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung schneller von einer Verletzung erholen, als diejenigen die eine negative Weltanschauung haben? Es grenzt schon fast an Magie, zu was unser Geist im Stande ist.

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Denk dich krank, der Noceboeffekt

Als Kind kam ich zum ersten mal bewusst mit dem Noceboeffekt in Verbindung, wenn ich so tat, als wäre ich krank, um nicht in die Schule zu müssen. Ich habe versucht, so krank wie möglich zu wirken, damit die Mutti auch ja keinen Verdacht schöpft. Wenn alles funktioniert hat, kam aber oft das große Echo. Plötzlich fühlte ich mich wirklich krank und mir ging es wirklich nicht mehr so gut. Mysteriös oder? Noch ein Beispiel sind die Leute, die bei jedem Lüftchen krank werden. Das Lüftchen ist aber nicht das Problem, sondern viel mehr das, was sie im Vorfeld sagen. Ich werde immer krank. Ich nehme jede Erkältung mit. Wir denken uns förmlich krank. Es ist mittlerweile wissenschaftlich anerkannt, dass wenn wir unsere Aufmerksamkeit der Krankheit widmen, den Weg zur Krankheit vorbereiten.

Während der Placeboeffekt demonstriert, wie die Kraft des positiven Denkens, Hoffnung, Erwartungen und Fürsorge einen wieder gesund macht, sorgt der Noceboeffekt mit seinen negativen Glaubenssätzen, wie Angst, Hilfslosigkeit und Selbstzweifel für Krankheit. Durch negative Emotionen wird die Amygdala in unserem limbischen System getriggert, welches zu einem Alarmsignal führt. Dieses Alarmsignal ist nichts anderes, als Kampf oder Flucht, oder es mit einfach Worten auszudrücken: Stress!

Was damals noch ein Sicherheitsmechanismus war, ist heute nur noch eine Dauerbelastung für unseren Körper. Im Stress funktionieren viele Regulierungsmechanismen bzw. Regenerationsprozesse in unserem Körper nicht mehr so richtig. Im Normalfall ist dies kein Problem, doch als Dauerzustand sind dadurch Krankheit oder gesundheitliche Probeleme vorprogrammiert.

In einer Studie von Dr. Bernie Siegel wurde sogar getestet, wie negatives Denken sich auf die Länge unseres Lebens auswirkt. Es machte einen deutlichen Unterschied, ob die Leute dachten sie werden nicht älter als 60 oder ob sie dachten, sie werden 110.

Negatives Denken ist wie Gift, es verkürzt unser Leben und es lässt das Gehirn mit seinen Vernetzungen verkümmern. Es führt zu Stress und entlässt Cortisol, wie auch Adrenalin in unseren Körper, welche auf Dauer zu einem erhöhten Blutdruck und hunderten von weiteren negativen Veränderungen in unserem Körper führen.

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Unsere Glaubensätze beeinflussen unsere Gesundheit

In diesem Zusammenhang, ist der Placeboeffekt das beste Beispiel. Mittlerweile gibt es unzählige Belege über die Wirkung des Placeboeffekts auf unsere Gesundheit. Eine erstaunliche Geschichte handelt von einer Frau, welche sehr stark über Übelkeit  und magenschmerzen klagte. Objektive Messungen von dem Magen, zeigten eine deutliche Reizung der Magenschleimhaut, was zu ihren Beschwerden passte. Dann wurde ihr eine „magische“ brandneue hochwirksame Arznei verabreicht, welche die Ärzte als Heilmittel bezeichneten, was ihre Beschwerden definitiv heilen wird. Innerhalb weniger Minuten verschwanden ihre Beschwerden. Die selben optischen Messungen des Magens, ergaben keinerlei Beschwerden mehr. Das Ding ist, die angepriesene Wunderdroge war ledliglich eine Zuckerlösung, welche die Beschwerden null beeinflussen dürfte. Die in ihr hervorgerufenen Glaubensätze, waren eine direkte Nachricht an ihr Gehirn, welche eine Kaskade an selbstregluierenden biochemischen Prozessen in ihrem Körper in Gang setzten. Dies ist nur ein Beispiel, dass die Kräfte unserer Glaubenssätze untermauert. Unser Körper ist im Stande Stoffe herzustellen, welche potenter als viele hoch angepriesene Medikamente sind.

Eine weitere bemerkenswerte Studie, untersuchte eine Frau, welche an einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung, früher auch multiple Persönlichkeitsstörung genannt, litt.

Bei den Persönlichkeiten handelt es sich bei einer ausgeprägten Störung um völlig unabhängige und abgetrennte Charaktere, die unter Umständen nichts von der Existenz der anderen Persönlichkeiten wissen. Sie unterscheiden sich in ihrem Auftreten, in der Stimmlage, der verwendeten Sprache, Handschrift und auch den Vorlieben oder Abneigungen. Sogar das Geschlecht, Krankheitssymptome oder Allergien können verschieden sein. Die Abgrenzung kann sogar so weit gehen, dass eine Persönlichkeit im Gegensatz zu den anderen Linkshänder ist.

In unserem Fall hatte die Frau zwei Charaktere. In einem Moment war die Frau kerngesund, in einem anderen jedoch glaubte sie, sie hätte Diabetes. Das interessante nun ist, das die Körperphysiologie sich wirklich dementsprechend änderte. Ihr Körper reagierte so, als hätte er Diabetes und sie hatte unter anderem erhöhte Glukosewerte im Blut, während bei der anderen Persönlichkeit, der Körper nicht dahinegehnd reagierte.

Ich möchte an diesem Punkt nochmals erwähnen, dass man heute nicht sicher ist, ob es wirklich so etwas wie multiple Persönlichkeiten gibt, dahingehend wurde die Krankheit auch in dissoziative Persönlichkeitsstörung umbenannt. Fakt ist jedoch, dass bestimmte Menschen unter bestimmten Bedingungen unterschiedlich auf die Umwelt reagieren, was ich in erster Linie mit den unterschiedlichen Glaubenssätzen in Verbindung bringe.

Unser Geist ist echt ein erstaunliches und machtvolles Instrument. Unser tägliches Denken und Tun beeinflusst maßgeblich wie es uns geht und wie es um unsere Gesundheit beschert ist. Wir haben mehr Einfluss auf unser Wohlbefinden, als wir denken. Es wird Zeit, Verantwortung zu übernehmen. Viel zu oft suchen wir die Schuld in allem, nur nicht in uns Selbst. Eine gesunde Denkweise ist zwar kein Allheilmittel, doch es kann einen Krankheits- oder auch den Gesundheitsverlauf maßgeblich beeinflussen.

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Warum positive Affirmationen der falsche Weg sind

Ich persönlich bin kein Fan von dem positiven Affirmationen-Trend. Positive Affirmationen heißt, man stellt sich jeden Morgen vor den Spiegel und redet sich ein, wie toll man doch ist, wie gut es einem geht, wie erfolgreich man dioch ist, etc. Meines Erachtens, macht es die Dinge oft noch schlimmer, wenn man versucht grundlegend die negativen Gedanken zu unterdrücken und zu ignorieren.

Das ändert ja nichts daran, dass diese immer noch in uns sind und uns beeinflussen. Das nächste Problem mit positiven Affirmationen ist, dass diese uns suggerieren, was wir nicht haben. Wenn wir jetzt jeden Morgen vor unserem Spiegel stehen und uns selbst einreden: Ich bin geliebt, ich bin ein toller Typ, mir geht es gut, sagt dies uns nichts anderes als genau das Gegenteil. Wenn ich mir einrede, dass ich geliebt werde, was sagt das über unsere momentane Situation aus? Ja genau das Gegenteil. Eigentlich sagen wir uns selbst, ich werde gerade nicht geliebt. Wir vergegenwärtigen uns jeden morgen mit dem, was wir nicht haben. Wir erinnern uns selbst jeden Morgen daran, dass wir uns nicht geliebt fühlen, das wir nicht toll sind und das es uns nicht gut geht. Wir vergegenwärtigen uns also der negativen Gefühle, lassen diese aber nicht zu. Somit ziehen sie uns unbewusst runter. Es ist wie, als würde man diese einfach übermalen. Doch im Grunde sind sie immer noch da, nur sehen wir sie halt gerade nicht.

Anstatt vor den negativen Gedanken wegzurennnen, empfehle ich viel mehr diese anzunehmen. Es ist ok, wenn ihr euch gerade nicht gut fühlt. Es ist ok, wenn ihr euch gerade nicht geliebt fühlt. Anstatt den Problemen aus dem Weg zu gehen, macht euch deren bewusst und fangt an, diese zu bearbeiten. Fangt an diese Probleme zu lösen und stapelt sie nicht haufenweise in eurem Unterbewusstsein.

Es ist schwer der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Es ist schwer wirklich ehrlich mit sich selbst zu sein. Es ist schwer, sich hinzusetzen und sich einzugestehen, dass die Dinge momentan nicht so gut laufen. Doch ich sage euch eines, wenn ihr den Problemen aus dem Weg geht, diese ignoriert, sie einfach mit positiven Gedanken überlagert, wird das Echo kommen. Euer Unterbewusstsein wird euch sehr subtil sabotieren. Unser Unterbewusstsein macht nur eines: Ausführen! Egal was sich in euerem Unterbewusstsein befindet, es wird stupide ausgeführt.

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Wie beseitige ich diese negativen Glaubenssätze?

Der erste Schritt ist immer Bewusstheit. Eine klare Defintion für Bewusstheit zu finden, ist schwierig. Für mich ist es im weitesten Sinne das Erleben, bzw. die erfahrbare Existenz,  mentaler Zustände und Prozesse. Bewusste Menschen, sind Personen, die nicht nur Denkvermögen haben, sondern sich auch darüber im Klaren sind.

Seit euch eurer negativen Gedanken bewusst. Hört auf diese zu ignorieren und nehmt sie einfach an (Leichter gesagt als getan, ich weiß). Ihr werdet euch vielleicht im ersten Moment schlecht fühlen, sie werden euch im ersten Moment runterziehen, doch langfristig ist dies der einzige Weg zum glücklichen Dasein. Langfristig werdet ihr den ganzen Müll, den ihr tief in eurem Unterbewusstsein begraben habt nur los, in dem ihr aufhört, ihn zu ignorieren.

Wenn ihr euch euren negativen Emotionen bewusst seit, fangt an die Ursache zu finden. Was erzeugt in mir diese Emotionen. Warum denke ich so schlecht über andere und mich selbst? Woher kommt das? Ich rate euch, eine Art Tagebuch zu führen. Setzte euch täglich hin und hinterfragt eure Gefühle und Gedanken. Manchmal langt es, diese negativen Gedanken einfach bewusst anzunehmen und sie verschwinden von alleine, doch oft muss man tiefergehend arbeiten.

Ich persönlich setze mich hin und versuche so genau wie möglich aufzuschreiben, was gerade in mir vorgeht. Ohne Filter und radikal ehrlich zu mir selbst. Der Prozess des Aufschreibens, hilft mir enorm, über meine Probleme und mentalen Blockaden Bewusstheit zu schaffen. Es hilft sich darüber im Klaren zu sein, was einen gerade runterzieht. Es hilft einem darüber im klaren zu sein, warum man gerade mit angezogener Handbremse durchs Leben fährt.

Tiefergehend heißt, solange zu hinterfragen, bis man einene Kernpunkt erreicht. Etwas, dass man als Auslöser identifizieren kann. Dies können bestimmte Menschen sein, besimmte Medien die man regelmäßig liest, das momentane Umfeld, der Job, die Beziehung, verdrängte Erinnerungen oder was auch immer.

Euer Umfeld ist ein riesen Faktor. Die Werbung oder die Gesellschaft beispielsweise suggeriert uns ständig, dass wir nicht gut genug sind. Wir müssen immer perfekt aussehen. Wir müssen uns immer perfekt ernähren. Wir dürfen niemals traurig sein. Wir dürfen keine Schwäche zeigen. Das Leben ist hart… bla bla bla…

Wir nehmen diese negativen Glaubenssätze unbewusst auf. Sie lagern sich in eurem Unterbewusstsein ein und sorgen im Umkehrschluss dafür, dass ihr das Gefühl habt, ihr seit es nicht Wert. Also auch hier wieder das wichtigste, seit euch dem Bewusst was euch umgibt und was ihr aufnehmt. Man kann niemals alle Äußeren negativen Umwelteinflüsse ausschalten, doch man kann sie enorm minimieren und durch Bewusstheit, kann man dafür sorgen, dass diese sich nicht ungefragt in euere Unterbewusstsein einlagern.

Anstatt irgendeinem Ideal zu entsprechend, versucht einfach mal die Dinge zu akzeptieren wie sie sind. Anstatt zu versuchen, eure kleinen Problemchen zu verbergen, nehmt sie an und fangt an diese zu lösen. Ihr müsst niemandem beeindrucken außer euch selbst. Sobald ihr anfangt, die Dinge für euch selbst zu tun, anstatt für andere, ab da an, werdet ihr mehr und mehr mit euch ins Reine kommen und werdet erfahren, was es bedeutet, einfach nur zufrieden zu sein. Mit Problemchen oder ohne.

Wir Selbst sind es, die uns das Leben schwer machen. Wir Selbst sind es, die durch unser Verlangen einem Ideal zu entsprechen, uns selbst suggerieren, dass wir nicht gut genug sind.

Das Problem ist nicht die Außenwelt. Das Problem sind nicht eure momentanten Umstände. Das Problem ist eure Einstellung zu euch Selbst. Übernehmt Verantwortung für euer Leben. Akzeptiert die Dinge wie sie sind und anstatt andere beeindrucken zu wollen, fangt einfach an euch selbst zu beeindrucken.

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Fazit

Unsere Denkweise beeinflusst maßgeblich, ob es uns gut geht oder nicht. Wir haben die Verantwortung über unser Leben. Wir tragen einen riesen Teil dazu bei, wie es uns geht. Unsere Gesundheit und unser tagtägliches Gemüt hängt zu einem großen Teil von unserer inneren Einstellung und unseren Glaubenssätzen ab.

Jeden Tag haben wir aufs neue die Wahl. Wir haben die Wahl, ob wir uns weiter etwas vorgaukeln und unsere Probleme ignorieren, unsere negativen Gedanken unbewusst auf uns wirken lassen, oder ob wir sagen: Ok, ich nehme meine Probleme an und fange an diese zu lösen.

Im Grunde läuft das Ganze hier auf eines hinaus, wir können uns entweder einreden wir wären glücklich und dabei immer unglücklicher werden, oder wir übernehmen Verantwortung und fangen an uns unseren Problemen zu stellen, um wirkliches Glück und Zufriedenheit zu erfahren.

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Posted in Blog, Gesundheit, Mindset.
Dave

Dave

Ich bin 25 Jahre alt studiere Bioinformatik und lebe für Fitness und Gesundheit. Ich möchte Menschen inspirieren und dazu motivieren auch Selbst das Leben zu leben, dass ihnen zusteht. Ich werde diese Welt als eine bessere verlassen, als die die ich bei meiner Geburt hier betreten habe.

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