Schokolade – Nahrung der Götter, Abnehmen und Brainbooster

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Jeder liebt sie, aber wenn die meisten an Schokolade denken, verbinden sie diese meist mit einer Sünde oder etwas, was unserem Körper schadet. Aber was sagt ihr, wenn ich euch sage, Schokolade rockt! Schokolade hat ein viel zu schlechten Ruf. Denn nicht die Schokolade bzw. der Kakao anversich ist das Problem, sondern, dass was mit ihr kommt. Die meisten Schokoladentafeln im Supermarkt sind reinster Mist. Sie sind vollgestopft mit minderwertigen Inhaltsstoffen. Zucker, Milch und irgendwelche Zusatzstoffe sind es, was den wunderbaren Kakao verunklimpfen.

Dunkle Schokolade sorgt für bessere Laune, schützt unser Gehirn vor Schäden, verbessert das Gedächtnis und Konzentration, reduziert Stress und vieles mehr. Man sollte viel mehr über die Qulaität der Schokolade urteilen, als an die Schokolade selbst.

Die Kakaobohne ist eines der magischsten und unglaublichsten Lebensmittel dieser Erde. Die Nutzung von Kakao kannaauf über 3000 Jahre zurück verfolgt werden. Er wurde wegen seiner hohen Nährstoffdichte, wie auch für medizinische Zwecke genutzt. Seither gibt es endlos viele Berichte, die die unzähligen gesundheitsfördernden Effekte mit dem Konsum von Kakao bestätigen Der Botanische Name des Kakaobaumes ist Theobroma cacao was schlichtweg Speise der Götter bedeutet. Der Kakao wurde schon seit tausenden von Jahren in Zeremonien und Ritualen verwendet und wegen seiner magischen Kräfte geschätzt. Die Azteken gaben ihren Kriegern einen Schokoladentrunk bevor sie in die Schlacht zogen, weil er ihnen Energie und Kraft spendete.

Die Grundzutaten des Trunkes waren gemahlene Kakaobohnen mit Wasser, Vanille, Chilli und Honig. Er konnte aber noch mit etlichen anderen gemahlenen Samen und Gewürzen kombiniert sein, welche die Effeke des Kakao noch verstärken. Gute Ergänzungen für den Kakaotrunk können auch Zimt, Ingwer, Kurkuma und Pfeffer sein, welche für sich alleine schon erstaunliche Effekte auf unsere Gesundheit haben.

“After water, cocoa is the single healthiest substance you can put in your mouth. It can easily replace a number of psychiatric drugs for mood, plus it produces the same chemistry in the brain that occurs when we fall in love.” – Chris Kilham

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Die Qualität macht den Unterschied

Roher Kakao ist nicht zu vergleichen mit dem süßen Zuckerschock aus dem Supermarkt. Roher Kakao ist enorm bitter, was mit dem enormen Gehalt an Polyphenolen zusammenhängt. Wenn ich von den gesundsfördernden Vorteilen der Schokolade rede, rede ich von unverarbeiteter roher Schokolade. Die Schokolade, die der größte Teil der Bevölkerung isst, ist stark verarbeitet und enthält endlos viel Zucker und andere unnütze Stoffe. Gerade die Milch kann mit der körperlichen Aufnahmefähigkeit der kostbaren Antioxdantien der Schokolade interferieren.

Insbesondere der Gehalt an Antioxidantien, wie Resverantol und Catechine,  bleibt in roher Schokolade größtenteils erhalten. Aber auch andere Nährstoffe wie Vitamin C, PEA, essentielle Fettsäuren, Tryptophan und Serotonin sind in der rohen Schokoladen wesentlich besser verfügbar.

Es stellt sich sogar heraus, dass all die schlechten Dinge die man mit Schokolade in Verbindung bringt, wie Karies, Übergewicht und Diabetes, durch die Füllstoffe, welcher der Schokolade hinzugefügt werden, verursacht werden. Die gesundheitlichen Vorteile von reinem Kakao gehen sogar von Gewichtsverlust und  Kariesprävention bis hin zur Regulation von dem Blutzuckerspiegel. Insesondere unsere komplettes Herz-Kreislaufsystem proftiert von rohem Kakao.

Werde ich von Schokolade dick?

Es ist wie mit jedem anderen Lebensmittel. Wenn du mehr isst als du verbrauchst, wirst du dick. Es ist jedoch ein deutlicher Unterschied ob du nun die weiße Vollmilchschokolade von Lidle isst oder doch dir eine 90% Schokolade, mit Kokosblütenzucker gesüßt, gönnst.

little-fat-kidDas größte Problem mit der Schokolade ist meist der zugesetzte Zucker. Dieser ist am Ende hauptsächlich dafür verantwortlich für die Gewichtszunahme. Besonders wenn fruktosehaltiger Zucker beigesetzt ist, wird es problematisch. Fruktose wird in der Leber zu Fett abgebaut. Ein Grossteil des auf die Weise entstandenen Fettes gelangt zurück in den Blutkreislauf und erhöht hier nicht nur die Blutfett- und Cholesterinwerte, sondern wird zudem noch in den Fettdepots eingelagert. Dazu kommt noch, dass Fruktose das Hormon Leptin hemmt. Leptin regelt unseren Hunger. Wenn dieses nun gestört ist, essen wir mehr als wir brauchen und nehmen logischerweise langfristig gesehen zu.

Wenn man sich aber dafür entscheidet sich was gutes zu tun und eine qualitativ hochwertige Schokolade mit hohem Kakaoanteil zu essen, kann sich das ziemlich vorteilhaft auf das Gewicht und allgemeines wohlbefinden auswirken. In der Schokolade sind haufenweise Flavonoide enthalten, welche hilfreich sein können wenn es darum geht den Blutzuckerspiegel zu regeln. In einer Studie von der University of L’Aquila in Italien gabe man einer Testgruppe für 15 Tage dunkle Schokolade zu futtern. In diesen 15 Tagen verminderte sich das Potential eine Insulinresistenz zu bekommen um 50%!

Das Resultat wird dem hohen Gehalt an Flavonoiden zugeschrieben. Neben den Flavonoiden enthält dunkle Schokolade aber noch zahlreiche gesunder Fette. Diese Fette verlangsamen die Aufnahme von Zucker, was wiederum verhindert, dass schlagartig das Insulin in die Höhe schießt. Insulin ist wie der Auschalter für den Fettverbrennungs-Modus und außerdem sorgt ein schwankender Blutzuckerspiegel für Heißhungerattacken. Auf Dauer kann ein hoher Insulinspiegel zu einer Insulinresistenz führen, was wiederum zu Diabetes führen kann. Ich bin ein großer Befürwörter für eine Ernährung welche für dauerhaft stabile Blutzuckerwerte sorgt und hohe Insulinpeaks vermeidet.

Weniger Hunger durch Schokolade?

Eine Studie der Queen Margaret University ergab vielversprechende Ergebnisse in Bezug auf das Wirken von Schokolade auf unseren Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Schokolade hat erstaunlichen Einfluss darauf, wie unser Körper Fettsäuren synthetisiert, welche wiederum die Verarbeiteung von Fetten und Kohlenhydrate beeinflussen. Daraus resultiert ein Gefühl von Sättigung und Befriedigung. Dieser Effekt ergibt sich schon bei einem Kakaoanteil von 70%.

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Im Prinzip regeln drei Hormone unseren Appetit. Insulin, Ghrelin und Leptin. Insulin sorgt für den Transport von Zucker aus dem Blutstrom in die Zellen unseres Körper. Ghrelin wird produziert um den Appetit zu erhöhen, während Leptin den gegenläufigen Effekt hat. Leute die eine Insulinresistenz haben, verlieren die Fähigkeit sich „Voll“ zu fühlen. Eine Studie in der Niederlande ergab eine Verminderung der Insulinresistenz und die Verringerung von Ghrelin nach Konsum von dunkler Schokolade. Schon der Geruch von Schokolade ergab eine Verminderung von Ghrelin und dementsprechend dem Appetit.

Man kann sich die Effekte von dunkler Schokolade auf unseren Hunger von Nutzen machen, indem man 20min vor und 5min nach dem Essen etwas Schokolade genehmigt. Dies kann bis zu einer 50%igen Minderung des Hungergefühls führen.

Es gibt noch etliche weitere Vorteile von Schokolade auf unseren Organismus. Was für mich aber noch herausragt, sind die Eigenschaften als Brainbooster zu fungieren. Dunkle Schokolade hebt die Stimmung, schützt unser Gehirn vor Schäden, verbessert das Gedächtnis und den Fokus, reduziert Stress und vieles mehr.

Schokolade sorgt für gute Laune

Jeder kennt es, wenn man sich schlecht fühlt isst man Schokolade und fühlt sich besser. Dunkle Schokolade sorgt dafür, dass vermehrt Gute-Laune-Chemikalien namens Endorphine ausgeschüttet werden. Diese Endorphine binden mit Rezeptoren in unserem Gehirn, welches zu einem Gefühl von Euphorie führt.  Denselben Effekt erfährt ein Jogger, der ein “runner’s high“ bekommt. Also einen Zustand in dem man sich einfach nur gut fühlt. Außerdem sorgen diese Endorphine wie ein natürliches Schmerzmittel und wirken gegen die negativen Effekte von Stress.

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Schokolade ist außerdem eine der Topquellen für die Aminosäure Tryptophan. Die Wirkung von Tryptophan wird oft als stimmungsaufhellend, beruhigend und gewichtsreduzierend beschrieben. Die stimmungsaufhellende Wirkung von Tryptophan beruht dabei vermutlich auf der Tatsache, dass es im menschlichen Körper zu Serotonin umgewandelt wird. Es wird angenommen, dass durch einen erhöhten Serotoninspiegel die Stimmung aufgehellt und Depressionen gelindert werden können.

Eine weitere tolle Substanz, die in Schokolade reichlich vorhanden ist nennt man Anandamid. Anandamid bezeichnet man auch als das Glücks-Molekül. Es ähnelt sehr dem Aufbau von THC und bindet auch an die selben Cannabionid-Rezeptoren. Man fühlt sich leicht beflügelt und glücklich. Um einen berauschenden Effekt davon zu bekommen wie beim Cannabiskonsum, müsste man jedoch 300 Tafeln essen.

Bekomme ich von Schokolade ein besseres Gedächtnis?

Als Student bin ich darauf angewiesen, dass mein Gehirn optimal funktoniert und ich massenweise Informationen aufnehmen kann. Im Laufe der letzten Jahre habe ich mir somit ein ordentliches Repetoire an Techniken und Hilfsmitteln angeignet um immer 110% geben zu können. Während andere auf Monster, Redbull und Cola setzen, habe ich mich mit dunkler Schokolade angefreundet. Während starken Lernphasen steigt auch mein Schokoladenkonsum stetig an.

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Ein positiver Effekt den Schokolade auf unsere Denkleistung hat, ist die Fähigkeit den Blutfluss im Gehirn zu erhöhen. In erster Linie werden auch hier wieder die Flavonoide verantwortlich gemacht. Ein erhöhter Blufluss im Gehirn verbessert das Gedächtnis, die Aufmerksamkeitsspanne, die Reaktionszeit und die Fähigkeit Probleme zu lösen. In einer Studie die an der Harvard Medical School durchgeführt wurde, konnte der Blutfluss im Gehirn für bis zu 3 Stunden erhöht werden, nachdem die Teilnehmer eine heiße Schokolade tranken. In anschließenden Tests schloss die Schokogruppe sogar bis zu 30% besser ab als die Vergleichsgruppe.

In den letzten Jahren gab es viel aufregnde Befunde im Bezug auf Schokolade zur  Behandlung von Problemen bezogen auf das Gehirn wie Schlaganfall und Demenz. So steckt Schokolade voll von Antioxidantien, welche unser Gehirn vor freien Radikalen schützt und bei Demenz hilfreich sein kann. So erlitten Senioren seltener Demenz wenn sie regelmäßig Schokolade aßen.

Fazit

Schokolade in der richtigen Form genossen, ist ein wahres Wunderwerk. Sie füllt uns mit enorm vielen Nährstoffen und bringt unser Hirn auf trap. Auf Amazon finden sich mittlerweile viele gute Produkte. Wer die Möglichkeit hat, kann sich die Schokolade natürlich auch selbst machen.

Folgendes braucht ihr dazu:

  • Kakaobutter

  • Kakaopulver

  • Kokosöl

  • Süßungsmittel (Xylit, Eythrit oder Kokosblütenzucker)

  • Vanille

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Die Kakaobutter und das Kokosöl wird geschmolzen und in einem Mixer oder mit einem Schneebesen mit den restlichen Zutaten verrrüht. Das ganze in eine Form gießen und in den Tiefkühler. Nach einer Stunde kann die Schokolade verspachtelt werden. Man kann dieses Grundrezept natürlich noch endlos variieren. Ich mache gerne noch Nüsse in die Schokolade oder irgendwleche Superfoods. Man kann die Brainboosting-Effekte natürlich noch optimieren, indem man etwas wie Cholin oder MCT-Öl zugibt.

Wenn ich unterwegs bin greife ich gerne auf eine Schokolade aus dem Edeka zurück namens Sao Tome mit 95%. Wer die finanziellen Mittel hat kann soch natürlich auch eine rohe Schokolade aus dem Bioladen holen wie Lovechock oder Ombar.

Wie gesagt man findet momentan viele gute Quellen um sich den geistigen Kick mit Schokolade zu geben. Ich hoffe euch hat der Artikel gefallen. Wie sieht es bei euch aus? Was sind eure Lieblings-Schoki-Momente?

Dave

Produkte die ich feiere

 Quellen

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Dave

Dave

Ich bin 25 Jahre alt studiere Bioinformatik und lebe für Fitness und Gesundheit. Ich möchte Menschen inspirieren und dazu motivieren auch Selbst das Leben zu leben, dass ihnen zusteht. Ich werde diese Welt als eine bessere verlassen, als die die ich bei meiner Geburt hier betreten habe.

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